STARTSEITE
Wie alles begann...
Unser VORSTAND
Ergebnisse/Tabelle
Wandertreffen
Bildergalerien
FAIR PLAY Regeln
KVB AG
BKV Köln
IMPRESSUM
Datenschutzerklärung


update 29.11.2018

Um Leistungen tatsächlich und für jeden nachvollziehbar vergleichbar zu machen, müssen diese nach gleichen Regeln erbracht werden, müssen alle Beteiligten diese Regeln respektieren. Doch Fair Play ist mehr als nur die Einhaltung der Regeln.

Respekt vor dem Gegner

Neben der Einhaltung vereinbarter Regeln ist die respektvolle Einstellung vor dem Gegner die zweite tragende Säule des Fair Play-Gedankens. Respekt bedeutet die Wahrung körperlicher und geistiger Unversehrtheit. Das Gebot des Fair Play ist also ein herausragender, konstitutiver Teil der Olympischen Idee, die von Pierre de Coubertin begründet wurde.

 Auch kann der gesellschaftliche EInfluss besonders populärer Sportarten nicht hoch genug bewertet werden: Sportliche Großereignisse interessieren weltweit Millionen von Menschen. Umso dramatischer sind die Auswirkungen von Negativbeispielen durch gedopte Sportler - sieht man seine Idole schummeln, zieht man das leichter für sich selbst in Betracht, es sinkt die Hemmschwelle.

   Durch Leistung siegen

Fair Play verhindert nicht das Streben nach Höchstleistungen. Durch hartes, konsequentes Training, durch natürliche Begabung, sprich: durch Leistung den Sieg über seine Gegner davon zu tragen, ist danach eine ehrenwerte Sache. Fair Play ermutigt jeden, so leistungsstark wie möglich zu werden. Doch den Erfolg um jeden Preis zu erzwingen, schließt Fair Play aus: Erfolg und Rekorde sind wichtig, dürfen aber nicht durch unlautere Mittel erreicht werden. Dabei sein - und fair sein Bestes geben - ist eben alles.

Jeno Kamuti, Präsident des Internationalen Fair Play-Komitees, sieht eine der größten Stärken des Sports darin, dass er Menschen lehrt, gleichermaßen zu gewinnen und zu verlieren. Das Internationale Fair Play-Komitee hat schon 1992 gefordert, auf sportliche Höchstleistungen zu verzichten, wo das Fair Play-Gebot nicht mehr geachtet werden kann. Gewiss ein edles Ansinnen. Aber auch realistisch?

Taktische Fouls gerne gesehen

Manche sehen das Gebot des Fair Plays eher zur Rechtfertigungskategorie verkommen. Erst wenn der Sport durch Skandale Schaden nehme, so ein Kritiker, kümmerten sich Funktionäre um seine medienwirksame Rehabilitation, werde der Fair Play-Geist beschworen, während die Schuld zumeist auf den einzelnen Sportler übertragen werde.

 Die Ökonomisierung des Sports bedinge fast unausweichlich Regelverstöße und verankere Unfairness als systembedingte Normalität. Taktische Fouls (zum Beispiel die "Notbremse" im Fußball) sind zwar nicht fair, aber wenn sie denn helfen, gerne gesehen, nicht selten sogar gefordert.

Fair Play-Gebot im Spitzensport

Wollen Zuschauer von gedopten Top-Athleten wissen? Die Antwort lautet "Ja und Nein". Es gibt ganz offensichtlich eine Doppelmoral. Einerseits die öffentliche Erfolgsmoral, die Siege fordert. Andererseits der Wunsch nach Idolen, die "im Schweiße ihres Angesichts" mit ehrlicher Arbeit den Sieg erringen. Doch wie sollen Zuschauer überhaupt noch einen Wert im Sport finden, wenn ohnehin fast alle dopen? Wäre der Sport dann nicht mehr nur eine Show- und Zirkusvorstellung?

Die Olympischen Sommerspiele in Athen gelten als Höhepunkt der zahlreichen internationalen Sport-Events im Jahr 2004. Tausende begeisterter Zuschauer füllen die Wettkampfarenen und Millionen Menschen verfolgen rund um den Globus die Spiele vor den Bildschirmen. Trotz der jüngsten Dopingskandale, einer wachsenden Kommerzialisierung und bedenklicher Korruptionsaffären bleibt zu hoffen, dass der internationale Spitzensport weiterhin seinem Fair-Play-Gedanken folgt und einen Beitrag zum Miteinander der Menschen leistet.

 

 

Top
fenger@unitybox.de